Auf der Heimfahrt der Deutschen Meisterschaft Obedience VDH ist mir aufgefallen, daß Lübeck und Salzburg geschmacklich eigentlich gar nicht so weit auseinander liegen. Und das Lübecker Marzipan ist eine sehr leckere Angelegenheit.
Leider ist es aber auch ziemlich weit nach Lübeck von mir aus, weswegen ich schon am Donnerstag von Zuhause aus losgefahren bin, damit ich am Freitag entspannt am Training teilnehmen konnte.
Das Training an sich verlief sehr gut, mein Lieblingskelpie fand an der Halle nichts auszusetzen und hat sich dort in den 6 Minuten Training, die jedes Team hatte, mit Begeisterung auf sein Spielzeug gestürzt.
Der erste spannende Teil so einer DM besteht dann immer schon aus der Auslosung der Startreihenfolge, die von dem austragenden Verein besonders schön gestaltet wurde. Besonders begeistert war ich allerdings nicht von meiner Startnummer 26, denn damit war ich die Allererste, die am Samstag zu den Gruppenübungen einlaufen musste und die Allererste, die am Sonntag mit den Einzelübungen beginnen sollte. Und der Sonntag begann ziemlich früh, denn in der Nacht vorher wurden die Uhren auf Sommerzeit eingestellt. Aber dann hatte ich doch schnell beschlossen, dass es wurschtegal ist, wann man startet und jammern hilft da bekanntlich auch nicht weiter.
Also bin ich dann am Samstag tapfer mit Smilie als Erste in die Halle und wir haben die Gruppenübungen richtig gut hinter uns gebracht, denn wir konnten die Höchstpunktzahl auf unser Punktekonto verbuchen. Und ich war auch sehr tapfer, denn die Gruppenübungen zählen sicher nicht zu meinen Lieblingsübungen. Ich lasse nicht gerne mein “armes” Hunderl da alleine sitzen oder liegen und stehe derweil untätig hinter irgendeiner Tür herum
Aber schnell waren die Gruppenübungen Vergangenheit und ich konnte den Tag damit verbringen anderen tollen Teams bei ihren Vorführungen zuzusehen.
Am Festabend gab es dann leckeres Essen bis zum Abwinken und nette Unterhaltungen, die ich leider nicht allzu lange ausdehnen konnte, da der nächste Tag um 5 Uhr Winterzeit für mich beginnen musste.*seufz* Überhaupt war die gesamte Prüfung vom Hundeverein Groß- Grönau super organisiert, es gab sehr viele Helfer, die uns Startern die Wünsche fast von den Augen abgelesen haben.
Irgendwann wurde es dann auch Sonntag morgen und wir durften endlich starten. Leider zeigte sich Smilie nun doch irgendwie etwas von seiner Umgebung beeindruckt, was sich in der Fußarbeit dann auch gezeigt hat. So sind wir beide da eher etwas durchgestolpert. Das Laufschema an sich hat mir aber sehr gut gefallen, es war so gestaltet, dass es dem Hund dabei nicht langweilig wurde und es gab kleine nette Extras, wie zum Beispiel das Anhalten aus dem Laufschritt.
Bei der nächsten Übung, den Positionen aus der Bewegung hatten Smilie und ich dann glücklicherweise wieder besser zueinander gefunden.
Ein kleines Highlight war für mich die letzte Übung, denn so viele Punkte für die Distanzkontrolle haben wir in Klasse 3 noch nie bekommen (Hier kann ich mal ein “Das hat er noch nie gemacht!” im positiven Sinn anbringen *g*)
Nachdem diese Übung aber auch die Einzige war, bei der ich darauf acht gab, wie viele Punkte ich bekam, ging ich recht ahnungslos aus dem Prüfungsring, aber mit dem Gefühl, daß ich diesmal wohl nicht so gut abgeschnitten hätte.
Dieses Gefühl hatte aber nicht lange Zeit es sich bei mir bequem zu machen und schon bald musste es sich jemand anderen suchen, denn mit meinen 282,5 Punkten war ich dann doch sehr zufrieden 
Wie an jeder Meisterschaft blieb es spannend bis zum Schluss und am Ende lagen die ersten 4 Plätze auch mehr als nah beieinander.
Ich durfte mich dann tatsächlich über den 3. Platz und das “Ticket” zur Weltmeisterschaft nach Salzburg freuen. Und ich freue mich immer noch, wie cool ist das denn, wenn man es zweimal hintereinander schafft sich für die Weltmeisterschaft zu qualifizieren?
Nach der Siegerehrung habe ich mich dann noch auf den Heimweg gemacht und kam schlussendlich am Montag morgen um 3,15 Uhr wieder Zuhause an
Was für ein Wochenende….:-)